Europa


 

Wir sind Europa!

Manifest zur Neugründung Europas von unten

initiiert von Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit

Darin heißt es: "Es geht darum, die nationalen Demokratien europäisch zu demokratisieren und auf diese Weise Europa neu zu begründen. Nach dem Motto: Frage nicht, was Europa für dich tun kann, frage vielmehr, was du für Europa tun kannst – Doing Europe!

Kein Vordenker – von Jean-Jacques Rousseau bis Jürgen Habermas – wollte eine Demokratie, die sich in periodischen Abstimmungen erschöpft. Die Schuldenkrise, die gegenwärtig Europa spaltet, ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eine politische. Um sie zu lösen, bedürfen wir der europäischen Bürgergesellschaft und der Vision der jüngeren Generationen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Europa dabei zum Feindbild wird, dass eine „Wutbewegung“ der Bürger gegen ein Europa ohne Europäer entsteht.

Europa kann nicht ohne engagierte Europäer funktionieren, und Europäer können ihre Sache nicht tun, ohne die Luft der Freiheit zu atmen."

Sie können das Manifest unterzeichnen. Zum Manifest.

Siehe auch Erläuterungen zum Europa-Manifest.


 

2012 - Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen

Am 14. September 2011 ist der Beschluss Nr. 940/2011/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen (2012) unterzeichnet worden. In dem Beschluss heißt es:

"Das Jahr 2012 wird zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ (im Folgenden „Europäisches Jahr“) ausgerufen. Es soll die Vitalität und Würde aller fördern."

"Das allgemeine Ziel des Europäischen Jahres besteht darin, die Schaffung einer Kultur des aktiven Alterns in Europa zu erleichtern, deren Grundlage eine Gesellschaft für alle Altersgruppen bildet. In diesem Rahmen werden die Mitgliedstaaten, ihre regionalen und lokalen Behörden, die Sozialpartner, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen, im Europäischen Jahr ermutigt und unterstützt, ein aktives Altern zu fördern und mehr zu unternehmen, um das Potenzial der rasch wachsenden Bevölkerungsgruppe der Menschen im Alter von Ende 50 und älter zu mobilisieren. Dadurch werden Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Generationen gefördert und dabei der Vielfalt sowie der Gleichstellung von Frauen und Männern Rechnung getragen.

Die Förderung des aktiven Alterns bedeutet, bessere Möglichkeiten zu schaffen, damit sich ältere Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt einbringen können, Armut, insbesondere die Armut von Frauen, und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen, ehrenamtliche Tätigkeiten und eine aktive Teilhabe am Familienleben und am gesellschaftlichen Leben zu fördern und ein Altern bei guter Gesundheit und in Würde zu unterstützen. Dies setzt unter anderem voraus, dass die Arbeitsbedingungen angepasst, negative Altersklischees und Altersdiskriminierung bekämpft, die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert, die Systeme des lebenslangen Lernens an die Bedürfnisse älter werdender Arbeitnehmer angepasst werden und für angemessene Systeme des sozialen Schutzes gesorgt wird, die die richtigen Anreize schaffen."

Der Beschluss als PDF-Datei.

Die EU hat zum Europäischen Jahr eine Website eingerichtet.


 

EU-Kommission legt "Weißbuch Verkehr" vor

Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum – Hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem

"Der Verkehr ist Grundlage unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Mobilität ist das Lebenselixier des Binnenmarkts und prägt die Lebensqualität der Bürger, die ihre Reisefreiheit genießen. Der Verkehr ermöglicht wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Angesichts der neuen Herausforderungen, vor denen wir stehen, muss er nachhaltig sein. Da Verkehr die ganze Welt umspannt, ist eine intensive internationale Zusammenarbeit Vorbedingung für wirksames Handeln.

Das künftige Wohlergehen unseres Kontinents wird davon abhängen, dass alle seine Regionen ihre umfassende und wettbewerbsorientierte Integration in die Weltwirtschaft aufrechterhalten können. Ein effizienter Verkehr ist dafür die Grundvoraussetzung.

Der Verkehr in Europa steht an einem Scheideweg. Alte Herausforderungen gelten weiter, neue sind hinzugekommen.

Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen werden mit diesem Fahrplan die Entwicklungen im Verkehrssektor, die künftigen Herausforderungen und die in Betracht zu ziehenden politischen Initiativen global in den Blick genommen. Die Zukunftsvision der Kommission für den Verkehr wird in Teil 2 vorgestellt. Schlüsselmaßnahmen zu deren Erreichung werden in Teil 3 skizziert und in Anhang I zusammengefasst; sie sind in dem beigefügten Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen ausführlicher beschrieben."

Weißbuch Verkehr (PDF-Dokument)


 

Energieeffizienzplan 2011

Energieeffizienz ist ein zentrales Element der EU-Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum1 und des Übergangs zur einer ressourceneffizienten Wirtschaft. Energieeffizienz2 ist eine der kosteneffektivsten Möglichkeiten, die Energieversorgungssicherheit zu verbessern und die Emissionen von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen zu senken. In vielerlei Hinsicht kann Energieeffizienz als Europas größte Energieressource betrachtet werden. Daher hat die Union sich für 2020 das Ziel gesetzt, 20 % ihres Primärenergieverbrauchs gegenüber den Prognosen einzusparen, und daher wurde dieses Ziel in der Mitteilung der Kommission „Energie 2020“ als ein wichtiger Schritt zur Erreichung unserer langfristigen Energie- und Klimaschutzziele herausgestellt.

Bedeutende Schritte zur Erreichung dieses Ziels sind eingeleitet worden, insbesondere im Geräte- und im Gebäudemarkt. Dennoch geht aus jüngsten Kommissionsschätzungen hervor, dass die EU derzeit voraussichtlich nur die Hälfte des 20 %-Ziels erreichen wird. Die EU muss jetzt handeln, um auf den Zielkurs zurückzukehren.

Zum Download der Mitteilung


 

"Small Business Act" für Europa

"Im 'Small Business Act' für Europa (SBA), der im Juni 2008 angenommen wurde, spiegelt sich der politische Wille der Kommission wider, die zentrale Rolle des Mittelstandes für die Europäische Wirtschaft anzuerkennen und zum ersten Mal in einem anspruchsvollen und abgestimmten Rahmen für die EU und ihre Mitgliedsstaaten fest zu schreiben.

Der 'Small Business Act' für Europa wendet sich an alle Unternehmen die wirtschaftlich unabhängig sind, dabei weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz und/oder eine Bilanz unter einem bestimmten Grenzwert besitzen: damit können 99% aller europäischen Unternehmen vom SBA profitieren.

Februar 2011: SBA Fortschrittsbericht: Was für KMU erreicht wurde und was noch zu tun ist

Der SBA Fortschrittsbericht gibt einen Überblick über Fortschritte bei der Umsetzung des SBA und er erläutert neue Maßnahmen, die in der Folge der Wirtschaftskrise notwendig geworden sind. Zwischen 2008 und 2010 haben die Kommission und die Mitgliedstaaten Maßnahmen ergriffen, um Bürokratielasten zu verringern, um den Zugang von KMU zu Krediten zu erleichtern und um ihnen den Marktzugang zu erleichtern. Obwohl die meisten dieser Schritte durch den SBA initiiert wurden, zeigt der Fortschrittsbericht, dass noch viel mehr getan werden muss, um KMU zu helfen."

Zur Homepage


 

Your Europe Advice und SOLVIT: zwei Dienste für Bürger der EU

"Die Europäische Kommission hat am 21.2.1011 die Jahresberichte 2010 der beiden Dienste „Your Europe Advice“ und SOLVIT veröffentlicht, die Bürger und Unternehmen in Europa dabei unterstützen, sich über ihre Rechte im Binnenmarkt zu informieren und diese Rechte wahrzunehmen. Im Jahr 2010 gingen bei Your Europe Advice 12 000 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern ein, die z. B. die Krankenversicherung oder den Anspruch auf Leistungen bei Arbeitslosigkeit nach einem Umzug ins Ausland betrafen. Dies entsprach einem Anstieg um 15 % im Vergleich zum Vorjahr. SOLVIT half Bürgern und Unternehmen in mehr als 1 300 Fällen bei der praktischen und raschen Lösung von Problemen mit Behörden, so etwa bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen in einem anderen Mitgliedstaat. Die beiden Dienste haben bereits Tausende von Bürgern und Unternehmen in Europa in die Lage versetzt, die Möglichkeiten, die der Binnenmarkt ihnen bietet, in vollem Umfang zu nutzen."

Zur Meldung

Siehe auch Europa leicht gemacht

Zum Wegweiser für die Bürger

Binnenmarkt-Informationssystem (IMI) für Behörden


 

Ausschuss der Regionen zur künftigen Kohäsionspolitik

Die Gespräche über die künftige Kohäsionspolitik der EU nach 2013 gehen in die nächste Runde. Der Ausschuss der Regionen (AdR) nimmt die Belange der Bürgermeister und Präsidenten der Regionen wahr. Morgen wird AdR-Präsidentin Mercedes Bresso vor Entscheidungsträgern auf dem Kohäsionsforum in Brüssel auf die Fortführung einer ehrgeizigen EU-Regionalentwicklungspolitik dringen. Am Donnerstag werden Regional? und Kommunalpolitiker aus ganz Europa ihre Vorschläge für die neuen Strukturfonds im Einzelnen ausformulieren.

Das Kohäsionsforum wird alle drei Jahre von der Europäischen Kommission organisiert, um über die EU-Regionalhilfen zu debattieren, bei denen es um 50 Mrd. Euro pro Jahr geht. Dieses Jahr werden 800 Entscheidungs? und Interessenträger erwartet, darunter Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Regionalkommissar Johannes Hahn, die Premierminister Viktor Orbán aus Ungarn, Donald Tusk aus Polen und Andrius Kubilius aus Litauen sowie AdR-Mitglieder und andere Regional- und Kommunalvertreter.

Zur Meldung


 

Kommission legt Aktionsplan gegen Schulabbruch auf

In der EU verlassen mehr als sechs Millionen junge Leute die allgemeine oder berufliche Bildung mit höchstens einem Abschluss der Sekundarstufe I oder weniger. Diese jungen Menschen haben große Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche, sind häufiger arbeitslos und öfter auf Sozialleistungen angewiesen. Der Schulabbruch behindert die wirtschaftliche und soziale Entwicklung und stört das intelligente, nachhaltige und integrative Wachstum, das die Europäische Union anstrebt, erheblich. Die Kommission hat daher heute einem Aktionsplan zugestimmt, mit dem die Mitgliedstaaten bei der Senkung der Schulabbrecherquote – einem Kernziel der Strategie Europa 2020 – unterstützt werden sollen. Angestrebt wird, die durchschnittliche Quote in der EU bis zum Ende des Jahrzehnts vom derzeitigen Niveau von 14,4 % auf unter 10 % zu senken.

Vollständige Meldung und weitere Informationen

Siehe auch Jugend in Bewegung


 

Beteiligen Sie sich!

Wie kaum eine andere Institution fordert die EU die Bürgerinnen und Bürger auf, sich am politischen Entscheidungsprozess zu beteiligen. Sie hat dafür eine eigene Website eingerichtet: Beteiligen Sie sich!

"Verschaffen Sie sich Gehör! Beteiligen Sie sich an einer Online-Diskussion oder einer öffentlichen Konsultation, lesen Sie einen Blog und schreiben Sie einen Kommentar oder sehen Sie sich einen Videoclip an."

Eine aktuelle Konsultation ist die zur Binnenmarktakte, die im Oktober 2010 von der EU-Kommission verabschiedet wurde und deren 50 Vorschläge bis zum 28.2.2011 Gegenstand der öffentlicher Debatte sind.

Zur Website Beteiligen Sie sich!


 

EU-Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse: "Qualitätspaket 2010"

Haben wir als Verbraucher und Steuerzahler in einer hochsubventionierten Landwirschaft nicht Anspruch darauf?

"Das am 10. Dezember 2010 von der Europäischen Kommission angenommene „Qualitätspaket“ soll den Verbrauchern hochwertige Lebensmittel und den Landwirten faire Preise für ihre Erzeugnisse garantieren. Das Qualitätspaket ist ein erster Schritt bei der Überarbeitung der Qualitätspolitik für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Es ist das Ergebnis dreijähriger umfangreicher Konsultationen interessierter Kreise und deren Beteiligung an den Arbeiten. Es ebnet den Weg für eine kohärentere Qualitätspolitik für landwirtschaftliche Produkte. Mit diesem Qualitätspaket wird erstmals ein umfassender Rahmen für Zertifizierungssysteme, Angaben über wertsteigernde Eigenschaften von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und für Vermarktungsnormen geschaffen, die bisher in verschiedenen Einzelvorschriften geregelt waren.
In Zukunft beabsichtigt die Kommission, die Probleme anzugehen, die sich speziell für Kleinerzeuger bei einer Beteiligung an den EU Qualitätsregelungen und für Berglandwirte bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse ergeben, und auf der Grundlage dieser Analyse gegebenenfalls weitere Folgemaßnahmen vorzuschlagen."

Weitere Informationen hier.


 

OpenAIRE öffnet den Zugang zu EU-Forschungsunterlagen

"Forscher, Unternehmen und Bürger in der EU erhalten durch das Pilotprojekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe), das die Kommission heute an der Universität Gent in Belgien gestartet hat, freien und offenen Zugang zu den Unterlagen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln finanziert wurden. Mit OpenAIRE wird ein Netz offener Archive geschaffen, die freien Online-Zugang zu den Kenntnissen ermöglichen, die von Wissenschaftlern erarbeitet wurden, die mit Mitteln des Siebten Rahmenprogramms (RP7) und des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert wurden - insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikations­technologie, Forschungsinfrastrukturen sowie Sozial- und Geistes­wissenschaften. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung eines uneingeschränkten, offenen Zugangs zu wissenschaftlichen Unterlagen, der es beispielsweise Patienten mit seltenen Krankheiten ermöglichen würde, sich über die neuesten medizinischen Forschungen zu informieren, oder Wissenschaftlern, in Realzeit den neuesten Stand der Arbeiten in ihrem Forschungsbereich abzurufen. Die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen und e-Infrastrukturen, unter anderem derjenigen für die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, gehört auch im Hinblick auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas zu den Prioritäten sowohl der Digitalen Agenda für Europa."

Zur Website OpenAIRE


 

Entschließung des Europäischen Parlaments zur Lage der Bienenzucht

Zu mitternächtlicher Stunde am Dienstag, 23.11.10, befasste sich das Europäische Parlament mit einem Entschließungsantrag, den der italienische Sozialdemokrat Paolo De Castro im Namen des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ins Parlament eingebracht hat.

Anlass für die Einbringung ist unter anderem die Sorge, dass das Bienensterben in vielen Regionen zu einem immer größeren Problem wird. In dem Antrag wird festgestellt, dass 84 % der Pflanzenarten und 76 % der Erzeugung von Nahrungsmittel in Europa von der Bestäubung durch Bienen abhängen, wobei die wirtschaftliche Bedeutung den Wert des erzeugten Honigs bei weitem übersteigt.

Neben einer Verbesserung der Forschung fordern die Parlamentarier die Kommission auf, "die finanzielle Unterstützung für die Ausbildung, Aufklärungskampagnen und Schulungen für neue und bereits berufstätige Imker sicherzustellen, wobei besonderes Gewicht darauf gelegt werden sollte, neue Imker beim Fußfassen im Sektor zu unterstützen, einschließlich der Möglichkeit zu einem Erfahrungsaustausch im Ausland."

Des weiteren fordern sie von der Kommission, "den europäischen Bienenzuchtsektor noch umfassender und kohärenter zu unterstützen, indem in der künftigen GAP zusätzliche Instrumente geschaffen werden, einschließlich neuer Maßnahmen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt, zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels, zur Bewahrung eines nationalen traditionellen und kulturellen Erbes, das einer großen Zahl von Familien in Europa zu einem Arbeitsplatz verhilft, zum Schutz und zur Verbesserung der Qualität sowie des Funktionierens des Markts für Imkereierzeugnisse."

"Bienen sind ein Indikator für eine gesunde Landwirtschaft", so ein Abgeordneter in der Debatte.

Entschließungsantrag


 

Kommission legt Konzept für eine zukunftsgerichtete Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 vor

Die Europäische Kommission hat am 18.11.10 eine Mitteilung mit dem Titel „Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2020: Nahrungsmittel, natürliche Ressourcen und ländliche Gebiete – die künftigen Herausforderungen“ veröffentlicht.

Die Reform soll die Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Agrarsektors steigern und es ihm ermöglichen, wirkungsvoller zur Europa2020-Strategie für ein nachhaltiges, intelligentes und integratives Wachstum beizutragen. In der Mitteilung werden drei Reformoptionen dargestellt. Nach der Erörterung dieser Optionen wird die Kommission Mitte 2011 förmliche Rechtsvorschläge unterbreiten.

Bei seiner heutigen Präsentation der Mitteilung betonte der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar Dacian Ciolo?, die GAP müsse „umweltfreundlicher, gerechter, effizienter und wirkungsvoller“ gestaltet werden.

Die Kommission hat in diesem Jahr bereits eine öffentliche Debatte und eine große Konferenz über die Zukunft der GAP veranstaltet. In den Beiträgen wurden mit breiter Mehrheit drei grundlegende Ziele der GAP genannt:

  • Rentable Nahrungsmittelerzeugung (Bereitstellung von sicheren und ausreichenden Nahrungsmitteln, um vor dem Hintergrund des steigenden weltweiten Bedarfs, der Wirtschaftskrise und wesentlich stärkerer Marktschwankungen zur Ernährungssicherheit beizutragen);
  • Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Klimamaßnahmen (die Landwirte müssen häufig ökologische über wirtschaft­liche Erwägungen stellen, doch werden die entsprechenden Kosten vom Markt nicht vergütet);
  • Erhaltung der räumlichen Ausgewogenheit und der Vielfalt der ländlichen Gebiete (die Landwirtschaft ist nach wie vor eine bedeutende wirtschaftliche und soziale Triebfeder in den ländlichen Gebieten und ein wichtiger Faktor, der zur Erhaltung eines lebendigen ländlichen Raums beiträgt).

In der Mitteilung wird untersucht, welche künftigen Instrumente sich am besten für die Verwirklichung dieser Ziele eignen würden. In Bezug auf die Direktzahlungen wird dargestellt, dass die Unterstützung anhand objektiver, gerechter und für den Steuerzahler leicht verständlicher Kriterien umverteilt, neu konzipiert und besser ausgerichtet werden muss. Diese Kriterien sollten sowohl wirtschaftlicher Art („Einkommensstützungselement“ der Direktzahlungen) als auch ökologischer Art (Berücksichtigung der von den Landwirten erbrachten öffentlichen Güter) sein, und die Unterstützung sollte gezielter aktiven Landwirten zugute kommen. Eine gerechtere Verteilung der Finanzmittel sollte auf wirtschaftlich und politisch vertret­bare Weise vorgenommen werden mit einem Übergang, so dass ein abrupter Wechsel vermieden wird."

Zur Pressemitteilung


 

Eurobarometer-Erhebung über Risiken im Lebensmittelbereich

Neue Forschungsergebnisse über das Bewusstsein der Verbraucher in der EU über Risiken im Lebensmittelbereich

"Die Mehrzahl der Europäer verbindet Lebensmittel und Essen mit Genuss. Einer neuen, heute veröffentlichten Eurobarometer-Erhebung zufolge richten sich die Bedenken derjenigen, die hinsichtlich möglicher Risiken im Lebensmittelbereich besorgt sind, eher auf die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Chemikalien als auf bakterielle Verunreinigungen oder gesundheits- und ernährungsbezogene Probleme. Die Umfrage zeigte außerdem, dass die meisten Europäer Vertrauen in nationale und europäische Behörden für Lebensmittelsicherheit als Informationsquellen für mögliche Risiken in Zusammenhang mit Lebensmitteln haben.

'Zu verstehen, inwiefern sich der Verbraucher eines Risikos bewusst ist, ist für die Vermittlung rechtzeitiger verständlicher und effektiver Informationen zur Lebensmittelsicherheit entscheidend. Die Eurobarometer-Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Arbeit der EFSA und bestätigen, dass die Behörde als zuverlässige Informationsquelle angesehen wird. Die EFSA wird diese Erkenntnisse nutzen, um ihre Arbeit in Bezug auf die Informationsvermittlung künftig noch besser abzustimmen', so die Geschäftsführende Direktorin der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, Catherine Geslain-Lanéelle."

Zur Pressemitteilung der EFSA
Website der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)


 

Fünfter Kohäsionsbericht der EU

5. Bericht über den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt

Alle drei Jahre veröffentlicht die EU einen Bericht über den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt, in dem die Fortschritte in diesen Bereichen aufgelistet und die Beiträge der EU sowie der nationalen und regionalen Regierungen genannt werden. Der 5. Kohäsionsbericht wurde Anfang November 2010 veröffentlicht.

Folgende Schwerpunktthemen wurden behandelt:

  • Analyse der regionalen Unterschiede
  • Beitrag der EU sowie der nationalen und regionalen Regierungen zur Kohäsion
  • Auswirkungen der Kohäsionspolitik
  • Kohäsionspolitik nach 2013

Mit dem Bericht wird die Kohäsionspolitik in den Kontext der Wirtschaftskrise und der Strategie Europa 2020 eingebunden.

5. Kohäsionsbericht

Zur Vorlage des Berichts gibt es ein Statement der SPD-Europaabgeordneten Constanze Krehl aus Sachsen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende der SPD-Europaabgeordneten und Koordinatorin für die sozialdemokratische Fraktion im Ausschuss für regionale Entwicklung (REGI)

 
 

WebsoziCMS 2,9.9 - 146687 -

EU Links

  • SPD-Fraktion im EP
  • Sozialdemokratische Fraktion im Europaparlament
  • Jutta Haug MdEP
  • Bernhard Rapkay MdEP
  • Europäisches Parlament
  • Europäische Kommission
  • Europa - Das Portal der EU
  • europe direct Informationszentrum Kreis WAF
 

EU Nachrichten

12.06.2012 00:00
Die Vorteile des Binnenmarkts voll nutzen.
08.06.2012 00:00
Ausbau erneuerbarer Energien nach 2020.
06.06.2012 00:00
Mehr Schutz für Bürgerinnen und Bürger bei Bankenpleiten.


alle EU Nachrichten

 

Schlagzeilen EU Parlament

Schlagzeilen - Europäisches Parlament
13.06.2012 16:49
Hintergrund-Dossier - Kampf um das langfristige EU-Budget (2014-2020).
Wie will die EU die ambitionierten Ziele ihrer 2020-Strategie finanzieren? Welche Positionen vertreten die Mitgliedsstaaten? Wie kann die finanzielle Unabhängigkeit der EU gesichert werden? Im Vorfeld der Debatten über den EU-Haushalt der nächsten sieben Jahre beleuchtet unser Dossier einige der wichtigsten Debatten.

Quelle : © Europäische Union, 2012 - EP

13.06.2012 16:17
Artikel - Abgeordnete zweifeln an Zukunft Afghanistans nach NATO-Abzug.
Die EU-Abgeordneten fürchten, dass Afghanistan nach Abzug der NATO-Truppen 2014 nicht ohne fremde Hilfe mit Korruption, Armut und den Taliban zurechtkommen wird. Am Dienstag diskutierten die Abgeordneten mit der Hohen Vertreterin für Außenpolitik Catherine Ashton über die Erfolge und Probleme der EU-Afghanistan Strategie. Lady Ashton sprach von einer "langfristigen Verpflichtung", verwies aber auch auf bedeutende Verbesserungen.

Quelle : © Europäische Union, 2012 - EP

13.06.2012 15:40
Artikel - Peruanischer Präsident spricht vor Plenum.
Nach einer Abstimmung über ein Handelsabkommen mit Peru und Kolumbien hielt der peruanische Präsident Ollanta Humala am Mittwochnachmittag eine Rede vor den Europäischen Abgeordneten in Straßburg. Er sagte der EU seine Unterstützung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise zu und plädierte für eine stärkere Kooperation zwischen Peru und Europa.

Quelle : © Europäische Union, 2012 - EP

 

euro | topics

13.06.2012 15:00
TOP-THEMA: Massenproteste gegen Putin | 13.06.2012.
Zehntausende Menschen haben am Dienstag in Moskau trotz des verschärften Versammlungsrechts gegen Präsident Wladimir Putin demonstriert. Prominente Regierungsgegner wurden mit Razzien und Verhören schikaniert. Kommentatoren sind besorgt wegen Putins Einschüchterungspolitik und warnen vor einer Radikalisierung des Protests.

13.06.2012 15:00
Assad reißt Syrien in den Bürgerkrieg | Il Sole 24 Ore - Italien.
13.06.2012 15:00
Historischer Tag für dänische Minderheit | Der Nordschleswiger - Dänemark.