Waschke (SPD): "Ausgewiesene Kernzonenfläche im Biosphärenreservat Rhön nicht zufriedenstellend"

Presse

Die bisherige Ausweisung der vielen kleinen Flächen als Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön entspricht nicht den Vorgaben der UNESCO. Dieses Resümee zieht die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (Neuhof) nach einer Besichtigung der potentiellen Kernzonenflächen im Biosphärenreservat Rhön in Begleitung der Naturschützer Reinhard Kolb (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz), Dr. Franz Müller und Ewald Sauer.

Unter den fünfzehn Biosphärenreservaten in Deutschland trägt die Rhön die Verantwortung für die Buchenwälder.

Im Interesse der Allgemeinheit und im Interesse des Biosphärenreservats fordert Waschke Ministerin Puttrich auf, sich für den Vorschlag des Vereins "Natur- und Lebensraum" einzusetzen, der die Flächen Landecker Berg bei Ransbach (127 ha), Auersberg bei Hilders (116 ha) und Breiter Berg bei Haselstein (107 ha) für die Kernzonenfläche im Biosphärenreservat Rhön vorsieht. Diese Fläche entspricht laut Waschke auch den Leitlinien der UNESCO und den Qualitätsanforderungen aus naturschutzfachlicher Sicht. Die UNESCO fordert eine zusammenhängende Fläche von mindestens 50 ha für jede Kernzone.

Treuhänderischer Eigentümer der vorgeschlagenen Fläche ist Hessen Forst, der ein wirtschaftliches Interesse an diesem attraktiven Buchenwald hat. Aufgabe des Biosphärenreservates ist es jedoch, den Buchenwald und den Fichtenwald als das Naturerbe der Rhön auf nur drei Prozent der Reservatsfläche für kommende Generationen zu bewahren. Im Interesse dieses Zieles fordert die Abgeordnete Waschke Hessen Forst auf, auf die kurzfristige Erwirtschaftung von Gewinnen durch Nutzung dieser wertvollen Flächen zu verzichten. Die drei genannten Buchenwälder mit einer Gesamtfläche von 350 ha entspricht 0,11 Prozent der Gesamtfläche des Staatswaldes in Hessen von 330.000 ha.

Die UNESCO wird, davon zeigt sich Waschke überzeugt, bei der in diesem Jahr beginnenden Überprüfung des Biosphärenreservats Rhön sehr genau auf die Qualität der ausgewiesenen Kernzonen schauen. "Der zukünftige Fortbestand des Biosphärenreservats Rhön ist nach wie vor in Gefahr", urteilt die Abgeordnete Sabine Waschke.

 
 
 

WebsoziCMS 2,9.9 - 205536 -

  • SPD.de
  • SPD Hessen
  • SPD Bezirk Hessen Nord
  • SPD Unterbezirk Fulda
  • SPD Stadtverband Fulda

Besucher

Besucher: 205537
Heute: 6
Online: 2