Bürger wollen Supermarkt nicht

Presse

Am 01.11.2011 berichtet die Frankfurter Neue Presse von der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses, in welcher Mitglieder der Seckbacher Bürgerinitiative unser aller Argumente gegen den geplanten Bau des Supermarkts vortrugen.

Siehe auch Artikel vom 04.11.2011: "Ein Supermarkt ist nicht erlaubt!"

Für die Sorgen der Seckbacher Bürger nahm sich der Planungs- und Bauausschuss des Stadtparlaments in seiner gestrigen Sitzung fast eine Stunde Zeit. Kontrovers diskutiert wurden Pläne der Stadt, auf einem Grundstück der Rosenkranz-Gemeinde einen Supermarkt mit 1900 Quadratmetern Verkaufsfläche zu genehmigen.

"Die Seckbacher wollen das nicht", sagte Walter Schmidt von der Bürgerinitiative (BI), die inzwischen mehr als 1600 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt habe. Schmidt: "Etliche traditionsreiche Geschäfte im Ortskern sind bereits geschlossen, wir befürchten den Verlust weiterer Läden." Ein Supermarkt in dieser Dimension sei nur lebensfähig, wenn weitere Kunden von außerhalb kämen ? und die viel befahrene Wilhelmshöher Straße zusätzlich belasteten. "Korrigieren Sie Ihren Beschluss", appellierte Schmidt an die Politiker.

"Wir stehen hinter den Seckbacher Bürgern", sagte Peter Gärtner (Linke), denn "ein Supermarkt dieser Größe sprengt den Rahmen". Jan Schneider (CDU) konnte die ganze Aufregung nicht nachvollziehen, denn dieses Projekt sei Ergebnis einer Planungswerkstatt, bei der es "breite Zustimmung" seitens der Bürger gegeben habe. Ursula von der Heide (Grüne) nannte die Angst der Bürger "nachvollziehbar", doch man müsse die Versorgung auf Dauer sicherstellen.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand neben dem geplanten Supermarkt der alte Laden im Ortskern, "in dem schon Generationen eingekauft haben" (Katharina von Beckh, Freie Wähler). Wenn der Supermarkt kommt, habe der Laden kaum eine Überlebenschance. "Wenn wir den Markt nicht bauen, und der Laden trotzdem schließen muss?" gab Thomas Dürbeck (CDU) zu bedenken. "Wir wollen nicht leichtfertig eine Chance vergeben."

Dieter von Lüpke, Leiter des Stadtplanungsamtes, bestätigte die BI-Einschätzung, wonach der Supermarkt nach dem gültigen Bebauungsplan nicht realisiert werden könne. Der Stadtverordnetenbeschluss zur künftigen Nutzung des Grundstücks sei aber die Grundlage für die Änderung des Planes.wa

 
 

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