Großes Votum für Kurt Unger

Kommunalpolitik


SPD Landratskandidat Kurt Unger

Selbstbewusstsein Nominierungskonferenz der SPD

Artikel "Fränkischer Anzeiger" vom 21.11.2011:

ROTHENBURG – Dafür gab es am Freitagabend minutenlangen Applaus im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Gästehauses Rappen und alle standen dafür auf. Der Beifall galt in erster Linie dem amtierenden Landrats-Vize Kurt Unger. Er hatte mit einem engagierten, aber auch abgeklärten Auftritt seine Anwartschaft auf den Landratsposten unterstrichen. In einer Art Urabstimmung kürte ihn die Kreis-SPD mit einem Ergebnis von über 99 Prozent der abgegebenen Zettel ganz offiziell zum Kandidaten für die Wahl am 11. März nächsten Jahres.

Aber ein bisschen durfte der durch das volle Haus hallende Applaus auch der SPD auf Kreisebene gelten. Denn bei ihr herrscht Aufbruchstimmung und sie präsentiert sich – nach Jahren, in denen nicht daran zu denken war – mit neuem Selbstvertrauen und mit der Überzeugung, dass sie den Landkreis Ansbach in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Fast scheint es, als habe die Partei einen Wundertrunk zu sich genommen wie Asterix und Obelix.

Das ist natürlich nicht so, schon weil die Mixtur längst vergriffen ist. Aber man könnte von einem Stärkungsmittel sprechen, das jetzt seine Wirkung entfaltet. Es setzt sich aus einfachen, aber höchst wirkungsvollen Inhaltsstoffen zusammen. Dazu gehört ganz wesentlich das Bewusstsein, in einer Phase nach der langen absoluten Mehrheit der CSU im Kreis nun echt mitreden zu können. Das wird nachhaltig unterstrichen von der Tatsache, dass der frühere leitende Telekom-Mitarbeiter Kurt Unger als hauptberuflicher Stellvertreter des Kreischefs eine nicht unbedeutende Position einnimmt. Darauf lässt sich aufbauen, und zwar in vieler Hinsicht.

In seiner Bewerbungs-Rede kann der im Feuchtwanger Ortsteil Tauberschallbach lebende Kreis- und Kommunalpolitiker (Geburtsjahr 1955) mit seiner über 20-jährigen kommunalpoltischen Erfahrung aus dem Vollen schöpfen ohne sich anstrengen oder gar verausgaben zu müssen. Scheinbar mühelos breitet er das kleine und große Themen-Abc (neue Rechtsschreibung an dieser Stelle wegen der unsinnigen Festlegung bewusst nicht akzeptiert) der Kreispolitik auf. Das reicht vom demographischen Wandel und seinen Herausforderungen hinein ins Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzangebot, in die medizinische Versorgung, in die Schullandschaft und ins Angebot für Jugend, Kultur und Freizeit bis zur Energiepolitik.

Mit über 170 Biogas-Anlagen komme der Landkreis langsam an die Grenzen in dieser regenerativen Sparte, betont er. Triesdorf und seine landwirtschaftliche Lehranstalt wirke sich hier nicht unbedingt positiv aus.
Wenigstens gebremst werden müsse die Abwanderung. Aktuell ist ein Minus von 6,5 Prozent bei der Bevölkerung verzeichnet. Die Region habe einiges zu bieten. Allerdings müssten die Stärken besser herausgestellt werden. Dass der Kreis bei der Zahl der Krippenplätze prozentual besser liege als die Stadt Nürnberg, sei beispielsweise viel zu wenig bekannt.

Große Veränderungen stünden an im Landratsamt mit dem dort ab 1. Januar nächsten Jahres sitzenden Jobcenter und dem Wechsel in einigen Abteilungsleitungen. Für die Zusammenarbeit mit der Stadt Ansbach sieht Kurt Unger so wenig Probleme wie die mit Bezirk und Land: „Sie funktioniert, wenn man’s richtig anpackt.“

Da und dort setzt Kurt Unger einen kleinen Nadelstich, einen beispielsweise Richtung CSU-MdB Josef Göppel (Herrieden), bleibt aber insgesamt fast staatsmännisch distinguiert in seiner Haltung zu Läss-lichkeiten der Union.
Gute Wünsche richtet er an Landrat Rudolf Schwemmbauer, äußert Zweifel an der Eignung seiner Mitbewerber: „Die Herausforderung an einen Landrat kennt wohl keiner.“ Der Landkreis dürfe nicht zur Spielwiese und zum Ausbildungscamp für kommunalpolitische Neulinge werden, betont Kurt Unger nachdrücklich.

Er macht deutlich, dass es für ihn weit weniger Probleme gegeben hat mit seiner neuen Rolle als für andere, die sich erst an einen „Roten“ in dieser Position erst gewöhnen mussten. Keinen Zweifel lässt er aufkommen, dass er unter allen bis dato bekannten und gehandelten Bewerbern für den Sitz auf dem Chefstuhl im Landratsamt der beste, weil vom Qualifikations-Profil her auch der perfekteste ist – von der bisher gesammelten Einsatz-Erfahrung in dieser Position ganz zu schweigen.

Dass sich die SPD mit der Art und Weise, wie sie diese Nominierung gestaltete, wieder auf alte Tugenden besinnt und ein Stück echter Basis-Demokratie pflegt, wird an diesem Abend mehrfach lobend hervorgehoben und als Stärke herausgestellt. Womit ein weiterer Inhaltsstoff besagten Mittels benannt wäre. Die Genossen sind an diesem Abend aus allen Teilen des Landkreises Ansbach zusammengekommen in Rothenburg. Über 150 SPDler füllen den Saal.
Mit einer Quote von 19,25 Prozent bezogen auf die gesamten Mitgliederzahl war es den Sozialdemokraten gelungen, die Bedeutung des Augenblicks zu unterstreichen und zu mobilisieren. Der Frauenanteil liegt bei beachtlichen 34,2 Prozent. Unterbezirks-Sekretär Michael Rehbogen verkündet die Zahlen deshalb fast genüsslich.

Auch das Resultat der Abstimmung zur Nominierung von Kurt Unger fällt ganz nach dem Geschmack der Genossen aus. Genau 99,32 Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen auf den einzigen Bewerber des Abends. Ein Resultat, das ihm den Rücken stärkt für die kommenden Wochen und Monate und das auch Zeugnis ablegt von einer Geschlossenheit, die in so manch anderer Partei oder Gruppierung erst noch erreicht werden will.

Kurt Unger nimmt das Ergebnis mit großer Freude auf, grüßt dankend in Richtung Genossen. Alle erheben sich applaudierend von ihren Plätzen. Unterbezirksvorsitzende Christa Naaß, die den Hauptakteur des Abends bei ihrem Grußwort eingangs allen wärmstens ans Herz gelegt hatte, gratuliert mit einer herzlichen Umarmung und überreicht einen Fußball mit roten Feldern auf weißem Grund. Er möge mit klugen Pässen agieren, gibt sie dem Kandidaten damit zu verstehen.

Dass beim Spiel Weitsicht und Bedacht angesagt ist, weiß sie selber nur zu gut. Vor nicht allzulanger Zeit hat sie eine Vorlage gegeben, die so steil war, dass sie keiner erlaufen konnte. Bei einer Unterbezirks-Konferenz nannte sie als Ziel, es gehe in etlichen Städten darum, den für die SPD verlorengangenen Chefposten im Rathaus zurückzugewinnen. Dabei erwähnte sie unter anderem auch Rothenburg und brachte damit den Ortsverein der Tauberstadt in Bedrängnis.

Man werde einen Bewerber ins Rennen schicken, der mehr sei als nur ein Zählkandidat, wurde daraufhin angekündigt. Aber es gelang schließlich nicht, die Ankündigung umzusetzen. Die Rothenburger SPD musste schließlich zurückrudern und schickt jetzt, wie übrigens bisher alle anderen Gruppierungen (die UR hat sich als einzige noch nicht erklärt) keine personelle Alternative für Amtsinhaber Walter Hartl (parteilos) ins Rennen. Sie habe mit der Nennung der Orte nur die geographische Dimension des Auftrags umreißen, keinesfalls aber konkrete Vorgaben machen wollen, meinte die Unterbezirksvorsitzende am Rand der Versammlung entschuldigend gegen-über unserer Redaktion.

Einen Blumenstrauß drückte dem Landrats-Kandidaten der Partei, verbunden mit einer herzlichen Gratulation, Elke Held aus Dinkelsbühl in die Hand. Sie hatte eingangs als Grußwort ein Empfehlungsschreiben des Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordneten Günter Gloser für Kurt Unger verlesen. Dass sein Parteifreund aus Feuchtwangen Landrat werden soll, dafür gibt es für Rothenburgs SPD-Bürgermeister und OB-Stellvertreter Kurt Förster neben vielen anderen Argumenten vor allem einen handfesten Grund, wie er bei seinem Grußwort zu Beginn der vom Dinkelsbühler Bernd Lober geleiteten Versammlung humorig anmerkte. Dann würde nämlich sein Tauberstädter Stadtratskollege Hermann Uhl in den Kreistag nachrücken und er hätte als derzeit einziger Vertreter für seine Partei aus dem Altkreis Rothenburg endlich wieder einen Mitfahrer.
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Mit der pfiffigen Empfehlungsrede der Jusos für Kurt Unger, die zum selbstbewussten Bekenntnis zur SPD und zu ihren Stärken wurde, machte der Gebsattler Christoph Rösch von sich reden. „Wer, wenn nicht wir und wann wenn nicht jetzt,“ gab er als Motto für den anstehenden Wechsel an der Spitze des Landratsamtes in Ansbach aus und erntete damit anerkennenden Beifall. „Da kommt was nach,“ waren sich nach seinem Appell einige Redner und auch viele im Saal einig. Womit ein weiterer Inhaltsstoff besagten Aufbautrunks benannt wäre.

Angesichts der großen Resonanz hatte Kreisvorsitzender Bernhard Meyer aus Ansbach zu Beginn besonders freudig zur Nominierungs-Vollversammlung begrüßt.

Offiziell den Vorschlag des Kreisverbands Ansbach-Land für den Bewerber zur anstehenden Wahl im kommenden März unterbreitete in der Versammlung Oswald Czech aus Schopfloch als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: „Das Amt eines Landrats, vor allem in unserem Landkreis Ansbach, eignet sich nicht als Praktikantenstelle. Es bedarf einer erfahrenen, zuverlässigen und kompetenten Besetzung. Deshalb bitte ich sie und euch, liebe Genossinnen und Genossen, um die Unterstützung für meinen langjährigen Freund und politischen Weggefährten Kurt Unger. Er verkörpert die ideale Besetzung für dieses wichtige Amt des Landkreises Ansbach.“

Den Rückhalt und die Unterstützung, die ihm von seinen Genossen und Freunden jetzt bei der Nominierungskonferenz in Rothenburg zugesprochen worden ist, wird der frischgebackene SPD-Kandidat in den kommenden Monaten sicher noch gut brauchen können.

WW