Letzte Woche versuchte die CDU ...
Allgemein
Letzte Woche versuchte die CDU, die Be-denken der ADD hinsichtlich des Bedarfs eines Schulneubaus in Tarforst für Wahl-kampfzwecke zu missbrauchen. Dieser Ver-such scheiterte allerdings im Ansatz, und das ist auch gut so. Der Neubau der Grundschule ist einfach zu wichtig, um ihn vor irgendeinen Wahlkampfkarren zu spannen. Nachdem die Landtagswahl nun vorüber ist, sollte man auch bei der CDU zu einer neuen Sachlichkeit zu-rückkehren.
Fakt ist: Vor sechs Jahren hat der Stadtrat den Bau einer zweizügigen Schule samt Mehr-zweckhalle gegenüber der Gehörlosenschule beschlossen. Noch im Januar 2005 wertete auch die ADD die Schaffung eines Neubaus als unabweisbare Maßnahme. Nachdem Mitte Februar 2006 der ADD neue Hochrechnungen hinsichtlich der Schülerzahlen vorgelegt wur-den, war man seitens der Aufsichtsbehörde plötzlich skeptisch, ob ein Neubau noch ver-tretbar sei.
Hintergrund sind offensichtlich Bedenken, dass durch einen Rückgang der Schülerzahlen das Konzept der Keune-Grundschule gefähr-det ist. Diese Bedenken sehen wir nicht. Auch die SPD hat ein Interesse daran, dass die Keu-ne-Grundschule erhalten bleibt. Die Standorte Keune und Tarforst dürfen nicht gegeneinan-der ausgespielt werden. Wir sind davon über-zeugt, dass beide Schulen dauerhaft „im Wett-bewerb“ um die Schüler bestehen können. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Keune-Grundschule am Ganztagsschulpro-gramm beteiligt. Das neue Baugebiet Petris-berg bietet dann nämlich zukünftig ausrei-chend Nachfrage für die Keune-Grundschule.
Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass auch eine Ganztagsgrundschule Tarforst aus-reichend nachgefragt wird. Erstmals besteht in Trier die Chance, eine Schule von vornherein als Ganztagsschule zu bauen. Diese Chance darf nicht vertan werden. Wir erwarten daher auch vom Schuldezernenten, dass der ADD überzeugende Konzepte vorgelegt werden.
Peter Spang,
Stellv. Vorsitzender der SPD-Fraktion