Jusos AltenkirchenJusos Altenkirchenhttp://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk2008-07-19T19:40:00+02:00WebsoziCMSHetzjagd gegen HomosexuelleVorgeschichte: Katholische Poltiker sollen gegen Gesetze zur Homo- Ehe stimmen. Dies forderte Joseph Ratzinger im Sommer 2003 als damaliger Leiter der Glaubenskongregation des Vatikans. Unsere CDU- Abgeordneten nahmen Ratzingers Worte offen auf, wie einem Artikel der RZ vom 4.8.2003 zu entnehmen war. Hier der Leserbrief von Daniel- D. aus dem gleichen Zeitraum: Anstatt sich für Toleranz und Respekt einzusetzen, startet die katholische Kirche unter Ratzinger eine Hetzjagd gegen Homosexuelle. Dass hierbei von unseren CDU- Abgeordneten durch „prinzipielle“ Zustimmung noch mit gemacht wird, ist mehr als traurig. Wenn hier bei Äußerungen nur Undurchdachtes raus kommt, ist nicht verwunderlich. Denn: 1. Wenn ein Mann die Mutter nicht ersetzen könne, wie Herr Rosenbauer meint, müssten Lesben- Paare dann nicht erst Recht Kinder adoptieren dürfen? 2. Müsste dann nicht auch allen alleinerziehenden Vätern ihr Kind weggenommen werden? Ist es für ein Kind besser in einem Waisenhaus aufzuwachsen oder in einer „unnormalen“ Familie mit zwei Eltern, die für das Kind liebevoll sorgen? Wenn die christlichen Herren u.a. bei diesem Thema eine etwas liberalere Haltung vertreten würden, wären sie nicht nur in der gesellschaftlichen Realität angekommen. Damit hätten sie nämlich sicher auch den nicht wenigen „Homos“, die als Priester und PolitikerInnen ein Doppelleben führen müssen, einen Gefallen getan. Daniel- D. Pirker, Wallmenroth2008-07-19T19:40:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6696Bürokratie abbauenLehrerinnen und Lehrer müssen weiter von Verwaltungsarbeiten entlastet werden. Es muss die Möglichkeit bestehen, dass sie ihr volles Engagement den Schülerinnen und Schülern widmen.2008-07-17T18:37:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6680Ausbau des Fortbildungsprogramms für Lehrerinnen und LehrerLehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet regelmäßig am Fortbildungsprogramm teilzunehmen. Dabei sollten vor allem das Kennenlernen neuer und moderner Unterrichtsmethoden oberste Priorität genießen. Einmal erworbenes Wissen reicht dafür nicht mehr aus, da die Schülerschaft sich dauerhaft in einem Wandel befindet.2008-07-17T18:36:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6679Ausbau der Schulsozialarbeit insbesondere an den weiterführenden SchulenSoziale Brennpunkte in Schulen werden nicht dadurch gelöst, dass die Schulform einen anderen Namen trägt. Die Zusammenführung der Hauptschulen und Realschulen unter einem Dach trägt zwar zu einem besseren Miteinander bei (Gruppendynamik), dennoch muss die Schulgemeinschaft durch die Schulsozialarbeit flankiert werden.2008-07-17T18:35:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6678Aufbau eines Qualitätssicherungssystems außerhalb der ADD / AQSQualitätssicherung in den Schulen muss multiperspektivisch betrachtet werden. Die „Qualitätssicherer“ der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion kommen aus dem gleichen System, dessen Qualität sie sichern sollen das schafft Interdependenzen. Aus Sicht der Jusos ist das nicht zielführend. Qualitätssicherung muss in den Schulen vor Ort stattfinden und die Schulgemeinschaft als Ganzes muss darin eingebunden sein. Weiterin müssen Schülerinnen und Schüler dauerhaften Lernstandskontrollen, beispielsweise am Ende des Schuljahres unterzogen werden. Dafür spricht, dass Schüler in Ländern mit externen Leistungsüberprüfungen von vorgegebenen Lehrstandards in internationalen Schülerleistungstests deutlich besser abschneiden.2008-07-17T18:32:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6677Schrittweise Einführung der offenen GanztagsschuleMittelfristig müssen alle Schulen im Kreis Altenkirchen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden. Ganztagsschulen, wo Kinder von ihren Eltern freiwillig angemeldet werden können, verfehlen ihr Ziel und sind daher nicht zweckmäßig. Dabei bleibt für uns klar: der Erziehungsauftrag bleibt nach wie vor bei der Familie. Für verpflichtenden Ganztagsunterricht spricht, dass die Schüler sozial besser integriert werden. Weiterhin wäre mehr Zeit und Raum für individuelle Förderung gegeben und teurer privater Nachhilfeunterricht würde entfallen.2008-07-17T18:29:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6676Integrierte Gesamtschule als Schulform der ZukunftFür die jungen Sozialdemokraten im Kreis Altenkirchen ist die Integrierte Gesamtschule die Schulform der Zukunft. Hier wird der Idealzustand des Förderns der schwächeren Schüler aber auch des Forderns der stärkeren Schüler erreicht. Dem Ziel, dass mehr Kinder und Jugendliche an die allgemeine Hochschulreife herangeführt werden, kommt diese Schulform am nächsten. Die Realität sieht anders aus und eine Mehrgliedrigkeit wird noch länger bestehen bleiben. Dennoch haben wir die Vision, dass die Zukunft uns eine Schullandschaft nur mit Integrierten Gesamtschulen und damit verbundene Grundschulen bringen wird.2008-07-17T18:28:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6675Keine kooperative Form der Realschule plusWir lehnen die Einrichtung der kooperativen Form der Realschule plus grundsätzlich ab und setzen uns für die integrative Form ein. Mit der Einrichtung einer kooperativen Realschule plus wird der alte Wille des Selektierens erneut bedient.2008-07-17T18:27:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6674Einführung bzw. Erhalt der schulartübergreifenden Orientierungsstufe für alle weiterführenden SchulenWir halten eine gemeinsame schulartübergreifende Orientierungsstufe trotz Fremdsprachenerlass für umsetzbar, wenn die Lehrer, Eltern und Schüler den hierfür nötigen Willen einbringen. Deswegen werden wir auch in Zukunft für eine solche schulartübergreifende Orientierungsstufe werben. Denn damit schaffen wir die Basis für längeres gemeinsames Lernen. Die PISA-Studie hat nochmals deutlich gemacht: Ländern, in denen eine Selektion in der sechsten oder gar erst in der zehnten Klasse stattfindet, schneiden deutlich besser ab.2008-07-17T18:26:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6673PräambelDas veränderte Bildungswahlverhalten der Eltern, die sinkende Akzeptanz der Hauptschule sowie der demographische Wandel machen eine Schulstrukturreform erforderlich, die allen Schülern zu dem Abschluss verhilft, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Der individuelle Bildungserfolg hängt in Deutschland stärker von der sozialen Herkunft ab als in den meisten anderen OECD-Länder so ein zentraler Befund der PISA-Studie. Die Leistungsunterschiede zwischen den besten und den schlechtesten Schülern sind in Deutschland besonders groß. Die PISA-Studie hat außerdem zu Tage gebracht, dass die Schülerleistungen in Deutschland wie in kaum einem anderen Land in starkem Maße vom familiären Hintergrund abhängen und dass der familiäre Einfluss auf die Leistungen der Schüler umso größer ist, je früher die Kinder auf unterschiedliche Schulformen verteilt werden. Im deutschen Bildungssystem ist eine leistungsunabhängige soziale Selektion zu beobachten, die vor allem beim Übergang von der Grundschule an eine weiterführende Schulart wirksam wird. Zum einen ist es das schichtabhängige Bildungswahlverhalten der Eltern. Zum anderen wurde in Studien nachgewiesen, dass Lehrerempfehlungen nicht ausschließlich das Leistungspotenzial des Kindes berücksichtigen, sondern dass soziale Kriterien in hohem Maße ausschlaggebend sind, welche weitere Schulart empfohlen wird. Der soziale Hintergrund entscheidet also in hohem Maße und zu einem (zu) frühen Zeitpunkt, über den Bildungswerdegang eines Kindes. Dabei verstärkt eine frühe Aufteilung der Kinder in unterschiedliche Schularten die Ungleichheit der PISA-Leistungen, auch bei späterer Durchlässigkeit. Das deutsche Bildungssystem ist bisher nicht fähig gewesen, das Leistungspotenzial der unteren sozialen Schichten ausreichend auszuschöpfen. Mit anderen Worten: Deutschland verschenkt dringend benötigtes Bildungspotenzial. Deutschland braucht aber eine Bevölkerung mit einem hohen Bildungsstand, um wettbewerbs- und innovationsfähig zu bleiben. Ziele der geplanten Schulstrukturmaßnahmen sind daher 1. Ein Mehr an Chancengleichheit im Bildungssystem schaffen (Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Herkunft und Bildungserfolg aufbrechen) 2. Das Lern- und Leistungsniveau steigern und mehr Schüler zu höheren Abschlüssen führen Die beiden Ziele widersprechen sich keineswegs. Ergebnisse der PISA-Studie zeigen, dass hohe Leistung und ausgeglichene Bildungschancen keine Gegensätze sind. Ein Mehr an Chancengleichheit bedeutet keinen Niveauverlust. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieser Befund am „PISA-Gewinner“ Finnland. Feststeht, dass sich die Chancen von Kindern aus bildungsfernen Schichten deutlich verbessern lassen, wenn die Aufteilung der Schüler auf die verschiedenen Schulformen später als bisher erfolgt. Das allgemeine Leistungsniveau leidet NICHT unter einem längeren gemeinsamen Lernen. Wir, die JUSOS, fordern aufgrund der genannten Befunde folgende Reformmaßnahmen zur Erreichung der beiden Ziele:2008-07-17T18:23:00+02:00http://spdnet.sozi.info/rlp/altenk/jusosaltenk/index.php?nr=6672