Am 28. Januar wurde eine Gesetzesänderung beschlossen, nach der Kinderlärm künftig gegenüber anderen Lärmquellen privilegiert wird
Es ist das Ziel der SPD-Fraktion, dass Kinder in Berlin alle Voraussetzungen vorfinden, die sie für eine gute und gesunde Entwicklung brauchen.
In jüngerer Zeit kann man jedoch feststellen, dass Lärm von Kindern auf ein immer weniger verständnisvolles Umfeld trifft. Das halte ich für eine bedenkliche gesellschaftliche Tendenz.
Gegen diese gesellschaftliche Tendenz richtet sich ein aktueller Antrag, den ich gemeinsam mit der jugend- und familienpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Sandra Scheeres und unserem umweltpolitischen Sprecher Daniel Buchholz auf den Weg gebracht habe.
Wir wollen eine Änderung des Landesimmissionsschutzgesetzes erreichen, durch die störende Geräusche von Kindern gegenüber anderem Lärm privilegiert und damit Klagen gegen Kinderlärm erschwert werden.
Denn: Kinderlärm gehört als sozial adäquate Lebensäußerung eben zum Leben eines Kindes dazu und muss gesellschaftlich toleriert werden. Deswegen dürfen auch Einrichtungen für Kinder nicht aus der Innenstadt verbannt werden!
Berlin ist mit dieser Gesetzesänderung das erste Bundesland, das Kinderlärm gegenüber anderen Lärmquellen privilegiert und nimmt damit erneut eine Vorreiterrolle ein.
Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer noch kinderfreundlicheren Stadt!
Dazu in der Presse:
Artikel Neues Deutschland vom 17.02.2010
Artikel taz vom 17.02.2010
Veroeffentlicht am_Datum 30.09.2009