Sollte das letzte Teilstück der Nordumgehung Gaimersheim nicht gebaut werden, droht dem gesamten Projekt eine Kürzung der Förderung. Dies bestätigte Innenminister Joachim Hermann auf eine Anfrage von MdL Achim Werner im Landtag. Der Innenminister hält es zwar für wenig wahrscheinlich, dass die Stadt ihrer Verpflichtung aus dem Planfeststellungsbeschluss nicht nachkommt, sollte dies aber dennoch der Fall sein, müsste die Förderung des Projekts neu entschieden werden“, so Hermann wörtlich in der Antwort auf Werners Anfrage.
„Die Antwort überrascht mich nicht“, reagierte Werner auf deren Inhalt. Laut Planfeststellungsbeschluss entfaltet die Umgehung ihre volle Wirkung nur, wenn sie komplett gebaut wird. Deshalb ist es nur logisch, wenn die in Aussicht gestellte großzügige Förderung mit der kompletten Fertigstellung verknüpft wird.
Für den Landkreis Eichstätt ist das Verhalten der Stadtspitze besonders bitter. Zum einen verringert sich die Entlastungswirkung der Straße auch für viele Bürger des Landkreises, zum anderen hat er seinen Teil der Umgehung bereits gebaut und droht jetzt einen Teil der Förderung zu verlieren, wenn der Partner Stadt Ingolstadt als Vorhabensträger seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. „Das ist absolut unzumutbar“, erklärt Werner und fordert erneut, den Bau des letzten Teilstücks unverzüglich in Angriff zu nehmen, nicht nur für die Eichstätter sondern auch die Ettinger, die sich von der Umgehung zu Recht eine Entlastung erwarten.
Veröffentlicht von Hans-Joachim Werner am 17.06.2010